Sperrnächte und Dunkelnächte: Loslassen für den Jahresbeginn!
Ein Haus steht im Dunkel der Sperrnächte / Dunkelnächte

Sperrnächte und Dunkelnächte: Loslassen für den Jahresbeginn!

Ein Haus steht im Dunkel der Sperrnächte / Dunkelnächte

Die Sperrnächte oder Dunkelnächte laden dich ein, in der dunkelsten Zeit des Jahres, Ordnung in dir und deiner Welt zu schaffen und loszulassen. Sie sind die Vorläufer der Rauhnachtzeit, so wie vor einem starken Wind schonmal ein laues Lüftchen kommt. Beide Begriffe stehen für die 12 Tage vor den Rauhnächten. Also zwei Begriffe für eine Sache.

Vielleicht bist du jetzt verwirrt, wenn du etwas  von Sperrnächten oder Dunkelnächten im Zusammenhang mit den Rauhnächten liest. Wie bei vielen Bräuchen, ist auch hierbei nicht wirklich klar, woher dieser kommt.

 

Lange bevor ich davon gehört habe, war der Dezember immer schon eine Zeit für mich, in der ich zur Ruhe kam und mit mir aufgeräumt habe.

Ob es nun ein alter Brauch ist oder nicht, ich finde, es ist eine schöne Zeit um sich auf die Rauhnächte vorzubereiten. Bist du energetisch und mental gereinigt, kannst du noch besser das Neue in den Rauhnächten empfangen.

Nutze die dunkelsten Tage des Jahres zum Kraft schöpfen

Wenn wir Menschen unserer Natur folgen, ist der Winter die Zeit um zur Ruhe zu kommen. Unsere Vorfahren haben im Herbst die Ernte eingebracht und im Winter davon gelebt. Man hat sich abends am Feuer getroffen und viel geschlafen. Wir moderne Menschen, haben Elektrizität und Licht, welche uns davon abhalten zur Ruhe zu kommen. Doch wenn du tief in dich hinein spürst, nimmst du wahr, dass der Winter die Zeit für Ruhe ist. Nimm dir ein Beispiel an der Natur. Sie hat sich zurückgezogen, um im Frühjahr wieder mit Kraft aufzublühen.

Warum heißen die Sperrnächte so?

Laut Erzählungen wurde in den Rauhnächten nicht gearbeitet. Kurz vor den Rauhnächten räumte man alles weg, was man nun nicht mehr brauchte. Das Haus wurde aufgeräumt das Werkzeug gereinigt und verpackt. Vielleicht kommt daher auch die Tradition, vor Feiertagen großen Hausputz zu machen. Man sperrte die Arbeit weg. Vermutlich kam so der Begriff Sperrnächte zustande. 

Was hat es mit den Dunkelnächten auf sich?

Die Sperrnächte oder Dunkelnächte sollen die zwölf Nächte vor der Wintersonnenwende sein. Sie sind die dunkelsten Tage des Jahres bevor, bei der Wintersonnenwende, das Licht langsam zurückkommt. Besonders im alpenländischen Raum wird der Begriff Dunkelnächte genutzt.

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Was willst du „wegsperren“ in den Dunkelnächten?

Was willst du endlich fertig bekommen? Hast du Altlasten herumliegen? Jetzt ist die Zeit zum Organisieren, loslassen und fertig werden. Das Jahr neigt sich dem Ende zu. Alles, was du jetzt fertigbringst, ist zum Jahresbeginn keine Altlast. 

Kennst du die Energie, wenn du etwas aufgeräumt hast, was schon länger auf der To-do-Liste ist? Danach ist es ein Hochgefühl und Freude, was ich spüre? Du auch? Schau jetzt, was du „wegsperren” kannst und magst.

 

  • Was will aufgeräumt werden?
  • Was will noch gesagt werden?
  • Wo braucht es mal einen Dank?
  • Kannst du Schulden begleichen?

Reflektiere das vergangene Jahr:

Ich habe 3 Fragen für dich, mit denen du das alte Jahr reflektieren kannst. 

  • Was willst du nicht mit in das neue Jahr nehmen?
  • Was hat dich geschwächt?
  • Was tat dir nicht gut? 

Loslassen als spirituelle Praxis:

  • Immer wieder ist Loslassen von Altlasten und negativen Energien das, was am meisten Selbstheilung bringt. Doch es gibt einen Haken. Du kannst nur sehen, was loszulassen ist, wenn du es sehen willst!
  • Die Verbindung zwischen Loslassen und persönlichem Wachstum sehe ich in meiner Praxis ständig. Lasse ich Ängste, Sorgen oder negative Gefühle los, kann Neues kommen.

Was ist im Außen, weil du ein inneres Thema hast?

Alles, was dir im Außen begegnet, zeigt dir, was in deiner Seele los ist. Werde dir klar, was sich in deinem Außen manifestiert, weil es ein inneres Thema anzeigt. Nichts kommt aus Zufall zu dir.

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Wie gehst du vor, in den Sperrnächten / Dunkelnächten?

Wenn du am 08.12. mit diesem Zyklus beginnst, endet er am 20.12. einen Tag vor der Wintersonnenwende. Ich finde die Symbolwirkung wunderbar, denn da kommt das Licht zurück zu unserer Erde.

Genau wie bei den Rauhnächten überlegst du dir zuerst wie du die Sperrnächte begehen möchtest. Vielleicht nimmst du dir jeden Morgen ein paar Minuten Zeit, um eines der 12 Lebensthemen zu beleuchten:

  • Familie
  • Freundschaft
  • Liebe
  • Karriere
  • Vertrauen
  • Finanzen
  • Ordnung
  • Leichtigkeit
  • Gesundheit
  • Persönliche Entwicklung
  • Freizeit
  • Spiritualität

So beleuchtest du die 12 Lebensthemen

Du kannst dir in jeder Sperrnacht ein Lebensthema vornehmen.

 

  1. Frage dich, wie zufrieden bist du mit diesem Thema bist. Schreib auf, wie du das Thema auf einer Skala von von 0 bis 100 bewertest. 0 bedeutet, dass du total unglücklich mit diesem Lebensthema bist. 100 bedeutet, dass du völlig zufrieden damit bist.
  2. Überlege, wodurch das Thema bei dir blockiert wird. Alte Glaubenssätze, Ängste oder verstaubte Gewohnheiten können aktiv verhindern, dass dieses Lebensthema bei dir auf volle Punktezahl kommt. Werde dir klar, was du dafür loslassen willst.
  3. Werde dir klar, wie du das Thema stärken willst. Sammle Ideen, wodurch du dem Thema im neuen Jahr mehr Aufmerksamkeit schenken willst. Welche neuen Gewohnheiten willst du in dein Leben implementieren, um das Thema zu stärken?
  4. Formuliere klare Absichten für das jeweilige Thema im kommenden Jahr.

3 Rituale für die Dunkelnächte

Ich habe hier 3 Rituale für dich. Wenn du sie ausprobieren willst, nimm dir auch Zeit dafür. Lass dich nicht hetzten. Schau, wann du dir etwa 15 Minuten Zeit hast. Bleib noch ein wenig in Ruhe nach dem jeweiligen Ritual. Lass es nachwirken und nimm dir die Zeit um dich zu spüren.

Räuchern für mehr Klarheit 

Im Dunkeln können wir nicht gut sehen. Doch unsere Hellsinne sind wach. Leider haben wir verlernt sie zu nutzen. Denn Licht, TV, Radio, Internet und Stress machen uns blind dafür. Nutze die Dunkelnächte, um deine Hellsinne zu schärfen. Dafür habe ich hier einen Vorschlag für eine Räuchermischung: Mische die Kräuter zusammen. Nimm erst ganz wenig und räuchere auf Kohle oder auf einem Stövchen. Lass sich ein paar Minuten den Duft im Raum verteilen und lüfte dann. Bleib eine Weile mit dem Duft im Raum und beobachte was geschieht.

  • Salbei, um alte Energie loszulassen.
  • Beifuß, wärmt das Frauenherz. Es lässt dich spüren, was dir guttut und was nicht.
  • Holunderbeere, macht die Sinne wach und stößt deine Tatkraft an.
  • Rosmarin, schenkt dir neues Selbstvertrauen. Du kannst damit sehen, was alles wunderbar an dir ist. Willst du noch mehr räuchern, findest du in meinem Beitrag Kräuter zum Räuchern sammeln, eine Anleitung und weitere Vorschläge, womit du räuchern kannst.

Zünde eine Kerze an

  • Setz dich mit einer Kerze hin.
  • Der Raum sollte so dunkel wie möglich sein, damit du später die Kerze gefahrlos entzünden kannst.
  • Erst ist die Kerze aus, kalt, dunkel.
  • Schließe deine Augen.
  • Sieh die Dunkelheit hinter deinen Augenliedern. Oder ist es nicht ganz dunkel? Siehst du Farben oder Leuchtpunkte? Tauchen vielleicht sogar Bilder auf?
  • Nimm alles wahr, so wie es ist. Bewerte nicht, was da kommt.
  • Spüre dich.
  • Warte eine Weile und zünde dann die Kerze an.
  • Schau in die Flamme. Nimm wahr, wie sie die Dunkelheit verdrängt. Doch du weißt auch, dass sie noch da ist.
  • Lass das Licht in dein Herz. Fülle es ganz damit auf. Diese Übung lässt dich spüren, dass beides zu dir gehört. Das Licht und die Dunkelheit sind beide Anteile von dir. Nimm sie wahr. Lass es zu. 

Dunkelmeditation

Für diese Meditation sollte es völlig dunkel sein. Dunkel den Raum gerne ab. Hast du Angst im Dunkeln, kann es auch etwas hell sein und du kannst eine Schlafmaske anziehen. Falls dir die völlige Ruhe zu schaffen macht, kannst du auch leise eine Entspannungsmusik anmachen. Aber so leise es geht. Diese Meditation kann so lange dauern, wie es dir guttut.

  • Atme langsam und tief.
  • Spüre in deinen Körper hinein. Wie fühlst du dich im Dunkeln?
  • Lege nun beide Hände auf dein Herz und spüre es.
  • Sende deinem Herzen deine (Be-)Achtung.
  • Sei dankbar, für deinen Körper, dein Herz und deinen Geist.
  • Sei dankbar, wofür es sich gut anfühlt.
  • Fülle deinen Körper mit Licht auf. Stell dir vor, es fließt vom Herzen überall hin.
  • Lass das Licht in deinem Körper, in jede Zelle fließen.
  • Spüre, wie du dich nun fühlst.
  • Lass das Licht danach in die Dunkelheit fließen.
  • Spüre erneut nach, wie du dich fühlst.
  • Bleib noch eine Weile liegen und genieße.
  • Komm dann langsam wieder in deiner Welt des Wachseins an.

Nutze die Sperrnächte oder Dunkelnächte zum Reinigen deiner Seele

Ich möchte dich ermutigen, die Sperrnächte / Dunkelnächte bewusst zu erleben und damit den Weg für positive Veränderungen im neuen Jahr zu ebnen. Ein stressfreies Jahresende hilft dir, kraftvoll im neuen Jahr zu starten.

Willst du jetzt die Rauhnächte kennenlernen?

5 Kommentare zu „Sperrnächte und Dunkelnächte: Loslassen für den Jahresbeginn!“

  1. Liebe Gaby, ich habe mich bisher nicht intensiv mit den Rauhnächten oder gar Dunkelnächten beschäftigt, aber was du schreibst, ist sehr einleuchtend und trifft auf meine eher unbewusste Art, mit dem letzten Monat des Jahres umzugehen. Mehr Ruhe, ordnen und beenden – nichts Neues beginnen. Deine Fragen und Übungen finde ich sehr hilfreich dafür. Danke! Herzliche Grüße Sylvia

  2. Pingback: KW50/2023: Alle TCS-Blogartikel - The Content Society

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